Was man über Amsterdam wissen sollte

Amsterdam ist eine Hafenstadt in der Provinz von Nordholland. Sie ist die Hauptstadt der Niederlande und gilt als einwohnerreichste Stadt des Landes.
In Amsterdam leben rund 830.000 Menschen. Auch wenn sich der Regierungssitz 60 Kilometer von Amsterdam in Den Haag befindet, gilt Amsterdam seit 1983 als Hauptstadt. Die Stadt Amsterdam ist durchzogen von vielen Grachten und verbindet sich über den „Noordzeekanaal“ mit der Nordsee.

Amsterdam hat insgesamt eine Fläche von 219 Quadratkilometer. Amsterdam besteht aus sieben Bezirken. Früher waren es jedoch 14. Mit der Zeit wurden immer mehr Bezirke zusammengelegt um die Organisation zu komprimieren.

Der Name Amsterdam entstand, da man einen Damm um den Fluss Amstel errichtete. Dies geschah im 13-ten Jahrhundert. Amsterdam besteht aus mehr Wasserstraßen als aus normalen Straßen. Die Grachten, wie die Wasserstraßen genannt werden, ziehen sich durch die gesamte Stadt und dienen schon seit langem als Transportweg. Zu Beginn dieser Handelsroute wurden die Preise der Grundstücke danach bemessen, wie viel Front an den Grachten gelegen war. Deswegen ist Amsterdam geprägt aus Häusern mit sehr schmaler Front. Das Bild der Stadt wirkt dadurch sehr bunt und abwechslungsreich. Früher wurden die Häuser über den Wasserweg beliefert. Die Hausbewohnter installierten Flaschenzüge an den Häusern um den Auftransport zu erleichtern. Das ist der Grund dafür, weshalb die Häuserwände, die dem Wasser zugeneigt sind, leicht schräg gebaut wurden.

 

Wunderschöner Blick über die Grachten bei Dämmerung

Wunderschöner Blick über die Grachten bei Dämmerung ©Bigstockphoto.com/130594865/denbelitsky

Grachtenfahrten – Amsterdam vom Wasser aus

Besonders sehenswert ist der sogenannte Grachtengürtel. Dabei handelt es sich um vier Grachten, die im Halbkreis durch die Stadt führen. Von 165 Km sind 80 km befahrbar. Es lohnt sich jedoch nicht nur, die Grachten mit einem Boot zu durchkreuzen, sondern der Fußweg ist mindestens genauso interessant. Wenn man von den Hauptgrachten in die kleinen Grachten abbiegt, findet man sich in einer völlig neuen Welt wieder. Wenn man Glück hat, begegnet man dort keiner Menschenseele und kann die Stimmung voll und ganz auf sich wirken lassen. Natürlich ist eine normale Rundfahrt durch die Grachten ein absolutes Muss.

I AMsterdam – Was man in Amsterdam gesehen haben muss

  • Ein weiteres Highlight, welches fast keiner kennt ist, dass man gelegentlich Hausboote besichtigen kann. Diese liegen oft unscheinbar in den Grachten. Viele Besitzer dieser schwimmenden Heime, öffnen einmal am Wochenende die Pforten um Gäste hineinzulassen.
    Wer Amsterdam vom Wasser aus besichtigen möchte ohne Geld dafür auszugeben, der muss nur hinter den Bahnhof gehen. Dort fährt die älteste Fähre vom „IJ-Ufer“ bis zur NDSM-Werft. Für Fußgänger und Fahrräder ist die Nutzung kostenfrei. Allerdings ersetzt es nicht die Fahrt auf den Grachten mit den für dort typischen Booten.
  • Kein Geheimtipp, aber absolut sehenswert ist das Anne-Frank-Museum. Es ist das Haus, in dem sich Anne Frank mit ihrer Familie verstecken musste. Dort kann man ihr Schlafzimmer und die Tagebücher anschauen und es kommt sehr viel Traurigkeit auf, wenn man an die damalige Zeit erinnert wird. Die verstaubten Regale und die Dunkelheit im Museum wirken beklemmend, so dass kaum ein Besucher ein Wort herausbringt. Das sind wahre Emotionen und eine Gänsehaut ist garantiert. Dieses Feeling hat sich herumgesprochen und so sind die Schlangen, die sich vor dem Museum bilden meistens sehr lang. Von daher lohnt sich die frühzeitige Anschaffung der Karten. Dies geht einfach und schnell über das Internet. Mit der sogenannten „I Amsterdam City Card“ ist der Eintritt nochmal vergünstigt. Der Eintritt erfolgt mit mehrstündiger Wartezeit. Deswegen ist es sinnvoll vorher schon einen Termin zu reservieren.
  • Ein weiteres Highlight ist das Rotlichtviertel Amsterdams. Jedoch stehen nicht die leicht bekleideten Damen um Fokus, die in den vielen Schaufenstern stehen, sondern die vielen alten Bauten, die von kleinen Grachten durchzogen werden. Außerdem gibt es dort viele urige Kneipen und Cafés, die nur auch einen Besuch warten. Im Rotlichtviertel gibt es eine hohe Dichte von Coffeeshops. Diese sind meist zweigeteilt. In der einen Hälfte kann man ganz normal Kaffee und andere Getränke zu sich nehmen. In der anderen Hälfte, kommt einem direkt ein sehr süßlicher Geruch entgegen. Das Rauchen von Marihuana ist in Amsterdam in den Coffeeshops offiziell gestattet. Deswegen wird Amsterdam auch häufig als „die entspannte Stadt“ bezeichnet.
  • Ein weiterer Tipp ist der Besuch in der stillgelegten NDSM-Werft. Viele Künstler haben die alten Gemäuer und leeren Container Gemälden versehen und es entsteht ein wirres, aber dennoch einheitliches Bild in spektakulärer Atmosphäre

Rotlichtviertel – Zwischen Grachten und Coffeeshops

Die Regierung Amsterdams versucht nach und nach die ganzen Schaufenster, in denen die Frauen zu sehen sind abzuschaffen, um die Stadt optisch rufmäßig zu säubern. Allerdings gilt an den Schaufenstern das Verbot des Fotografierens. Der Vollständigkeit halber ist zu sagen, dass die Damen, die zu mieten sind nicht immer sehr freundlich dreinblicken, da mehr Touristen als Kunden an den Fenstern vorbeischlendern. Dies scheint das Geschäft zu schädigen.
Im Rotlichtviertel finden Sie außerdem die älteste Kirche der Stadt. Diese nennt sich „Oude Kerk“ was zu Deutsch „alte Kirche bedeutet“. Diese Kirche wird von vielen übersehen, da sie in den engen Gassen nicht direkt in ihrer vollen Pracht sichtbar wird. Das Innere der Kirche ist sehr alt aber sehr gut erhalten und besticht durch wundervolle Fresken.

Geheimtipp für das leibliche Wohl

Für das leibliche Wohl ist ebenso gesorgt, wenn Sie Amsterdam besichtigen. Am anderen Ufer, entgegengesetzt zu Amsterdam und der wunderschönen Skyline, befindet sich der sogenannte Stadtstrand.

  • Dieser schöne Ort ist bekannt unter dem Namen „Pllek“ Er besteht aus vielen alten Containern. Gäste werden dort mit Getränken und Essen beköstigt und können sich aus der Ferne Amsterdam anschauen
  • Außerdem finden Sie in Amsterdam das Café „Noordlicht“. Dieses ist in einem alten Gewächshaus untergebracht und hat eine ganz besondere Atmosphäre. In regelmäßigen Abständen finden in diesem Gewächshaus auch Live-Konzerte und Flohmärkte statt.Zu guter Letzt möchte ich Ihnen noch einige Spezialitäten ans Herz legen, die Sie bei Ihrem Besuch auf jeden Fall probieren müssen. Zum einen sind dies die „Stroopwaffeln“. Das sind zwei dünne Waffeln mit einer dünnen Schicht Honig in der Mitte. Wer es süß mag, der muss unbedingt eine derartige Waffel probieren und sich auch einen Pfannekuchen, der in Holland als „Pannenkoeken“ genannt wird genehmigen.
  • Hering, auch „Haring“ genannt ist ein super Snack für den kleinen Hunger zwischendurch. Wer sich eine typische Hauptmahlzeit gönnen will, der kommt an „Stamppot“ nicht vorbei. Das ist ein Eintopf aus Gemüse und Kartoffeln, welcher mit Wurst oder mit Fleischbällchen serviert wird.
    Standardmäßig bekommen Sie auch in jeder Pommes. Diese schmecken in der urigen Atmosphäre Amsterdams doppelt so lecker
  • „Frau Antje bringt Käse aus Holland“. Dieser Werbeslogan macht Lust, in einem der vielen Käsefachgeschäft auf Geschmacksreise zu gehen.

Sicherlich könnte man noch einiges mehr über Amsterdam erzählen und Ihnen ans Herz legen. Die angesprochenen Punkte sind jedoch zweifellos die absoluten Highlights der Stadt.

Veel plezier in Amstersam – Viel Spaß in Amsterdam

 

Weitere Infos:

Amsterdam – Zwischen Brücken und Grachten
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